Für alle Fälle Frieda

illustriert von Sabine Wiemers

Da hat Frieda sich doch allen Ernstes vorgenommen, im neuen Jahr keinen mehr zu ärgern, auch nicht Herrn Schmittke, den Hausmeister. Aber niemand im Haus traut Friedas guten Vorsätzen. Und das ist auch besser so. Denn die Eisbahn, die sie im Hof angelegt hat, bringt nicht nur Herrn Schmittke zu Fall.
Sebastian erwartet jedenfalls wieder ein
aufregendes Jahr mit seiner besten Freundin.

Siebzehn in sich abgeschlossene Geschichten.
Ideal auch zum Vorlesen.

Hörbuch

schließen X
Weitere Bücher der Reihe
Wer hustet da im Weihnachtsbaum?
Die Geschichte vom kleinen Schwein, das nicht Nein sagen konnte
Auf die Plätze, Löwen, los!
Aufruhr im Schlaraffenland
Leo und Lucy. Ein klarer Fall?
Die schrecklichsten Mütter der Welt
Leo und Lucy. Der geheimnisvolle Onkel
Leo und Lucy. Privatdetektive
Der 7. Sonntag im August
Katzenrabatz
Mein kleiner Monsterbruder
Jojo macht das schon - Viermal Pizza Napoli
Jojo macht das schon Fische haben keinen Po
Hier kommt Frieda
Die Nacht, in der Mr Singh verschwand
Mops und Molly Mendelssohn
Ein Haufen Ärger
Weihnachtsmänner küsst man nicht
Fee und Ferkel
Am Ende der Treppe, hinter der Tür
Painting Marlene
Schwarze Häuser
Der Mädchentausch - Neuauflage
Ida und ihre neue Freundin
Ida und der Schatz der Badewanne
Die Tür bleibt zu
Pandora und der phänomenale Mr. Philby
Das verflixte Alfa-Bett
Wenn der Wal Geburtstag hat, wird er von Spinat nicht satt.
O Besenstiel, o Besenstiel!
Juli, Augustus und das Weihnachtsgeheimnis
schließen X
Leseprobe

Ein Kater an der Leine

Mit dem Hundehalsband um den Bauch sieht Ottokar aus wie eine eingeschnürte Wurst.
"Glaubst du, dass ihm das gefällt?", fragt Sebastian skeptisch.
"Natürlich, er darf ja jetzt an die frische Luft!", sagt Frieda und öffnet die Tür.
Ottokar lässt sich über den Boden schleifen. Im Treppenhaus spitzt er die Ohren, macht einen Satz nach vorn und läuft so schnell die Treppe hinunter, dass Frieda Mühe hat, ihm zu folgen. Sie muss zwei Stufen auf einmal nehmen.
"Siehst du, wie er sich freut!", schreit Frieda außer Atem.
Im Hof angelangt, saust Ottokar unter einen Strauch und legt sich platt auf den Bauch. Frieda zieht und zerrt mit Leibeskräften an der Leine, aber der Kater krallt sich mit den Pfoten im Gras fest.
"Steh nicht rum, Sebastian, hilf mir gefälligst!" Frieda ist schon ganz rot im Gesicht.
Sie ziehen nun beide an der Leine, da gibt es einen Ruck, das Halsband ist zerrissen, Frieda und Sebastian fallen rücklings zu Boden. Als sie sich aufgerappelt haben, sehen sie Ottokar über den Hof ins Quergebäude laufen. Sie rennen ihm nach.
In diesem Augenblick öffnet sich dort im Erdgeschoss eine Tür. Herr Schmittke steht da und will etwas sagen, da schießt - wie ein Pfeil - Ottokar an ihm vorbei in die Wohnung.
"Was zum Teufel war das denn jetzt?" Der Hausmeister ist so verblüfft, dass er vergisst zu brüllen.
"Das war mein Hund, nein, eigentlich war es Ottokar", stammelt Frieda.
"Ottokar?" Herr Schmittke versteht nicht gleich.
"Mein Kater Ottokar", erklärt Sebastian.
"Was? Dieses Katzenvieh in meiner Wohnung?"
Der Hausmeister stürzt ins Wohnzimmer. Frieda und Sebastian folgen ihm. Sie sind so aufgeregt, dass ihnen gar nicht auffällt, dass sie die Wohnung heute zum ersten Mal betreten.
Im Wohnzimmer liegt eine Stehlampe auf dem Teppich. Ein Stuhl ist umgestürzt, auf dem Couchtisch ist der Aschenbecher ausgekippt, und der Inhalt einer Bierflasche hat sich über eine aufgeschlagene Zeitung ergossen. Aber wo ist Ottokar?

schließen X
Impressum | Datenschutz