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Serafina und der große Weihnachtswirbel

illustriert von Edda Skibbe

Ein neuer Fall für die Hexe Serafina. Seit die Wurzberger zum Einkaufen und Haareschneiden nur noch in die angesagte Nachbarstadt Bad Bürstel fahren, sinken in Wurzberg die Umsätze und die Stimmung gleich mit. Da muss dringend eine Weihnachtsattraktion her, auch wenn dafür der Wurzberger Wald abgeholzt werden muss. Tom und Lisa wissen, jetzt kann nur noch Serafina helfen. Aber die hat sich in den Kopf gesetzt, ihre verschollenen Eltern zu finden. Doch das geht erst einmal gründlich schief.

Dritter Serafina-Band

Hörbuch

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In aller Welt
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Leseprobe

An diesem Nachmittag ist Wurzberg nicht nur voller Bäume, sondern auch voller Menschen. Von weither sind die Leute gekommen, um den Wurzberger Weihnachtswunderwald zu bestaunen.
"Mama, was wird aus den Bäumen nach Weihnachten?", fragt ein kleiner Junge.
"Die kommen auf den Müll!", sagt ein Mann.
"Die armen Bäume!" Der Junge weint.
"Wie können Sie nur so roh sein!", schimpft die Mutter.
Das ist ein Geschiebe und Gedränge, Gequetsche und Geschubse.
Herr Krüger, der Gastwirt, steht vor dem Hirschen und reibt sich die Hände. Fräulein Melanie kommt mit dem Braten der Würste und dem Ausschenken von Punsch gar nicht mehr hinterher.
Auch der Apotheker hat schon drei Weihnachtswärmflaschen verkauft und mehrere Packungen Kopfschmerztabletten für die Feiertage. Da schreit plötzlich jemand:
"Einen Notarzt, schnell!"
Einer der Weihnachtsbäume ist umgestürzt und hat einen dicken Herrn unter sich begraben.
Der Friseur und der Apotheker hieven gemeinsam den Baum hoch und helfen dem Mann auf die Beine. Er ist mit goldenem Lametta bedeckt und eine zerbrochene Kugel steckt auf seiner Nase, ansonsten ist er unverletzt.
Er beginnt fürchterlich zu schimpfen, aber keiner hört ihm zu. Alles starrt hinauf in den dunkler werdenden Himmel.
"Weihnachtsmänner", flüstert ein kleines Mädchen ergriffen. "Viele, viele Weihnachtsmänner."
In der Tat, lebensgroße Weihnachtsmänner schweben vom Himmel, landen auf den Hausdächern, plumpsen in die Schornsteine oder bleiben in den Weihnachtsbäumen hängen.
"Phantastisch, einfach phantastisch!", sagt der Bürgermeister, der vor dem Kaufhaus steht und alles beobachtet.
"Hat 'ne Menge Geld gekostet", sagt Wiewelspütz. "Vor allem der Hubschrauber."
"Kannst du doch als Werbungskosten von der Steuer absetzen", sagt der Bürgermeister.
"Seit wann zahle ich Steuern?", sagt der Kaufhausbesitzer.
"Darüber reden wir noch", winkt der Bürgermeister ab. Er hat ein großes blinkendes Herz auf der Brust, auf dem steht Mein Herz schlägt für Wurzberg. 
Da knallt es. Ein Weihnachtsmann ist auf der Kirchturmspitze gelandet und geplatzt.
 

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Presse

Eine humorvoll und frisch erzählte Geschichte, die einen zum Lachen bringt - aber auch nachdenklich macht.

| Main-Echo |


Zum Glück haben Serafina und ihre beiden Freunde Tom und Lisa trotz aller vorweihnachtlichen Hektik und Betriebsamkeit nichts von ihrer Sympathie eingebüßt, und so ist die Lektüre ein kurzweiliges Lesevergnügen.

| Die Rheinpfalz |

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