Alle Bücher zeigen

Die fabelhafte Miss Braitwhistle

illustriert von Susanne Göhlich

Die 4a ist an der ganzen Schule berüchtigt: A wie Albtraum wird sie von allen genannt. Kein Wunder also, dass die Klassenlehrerin Frau Taube kurz vor dem Nervenzusammenbruch steht. Da kommt die neue Austauschlehrerin aus England wie gerufen. Miss Braitwhistle übernimmt den Unterricht und stellt alles auf den Kopf: Das Nachsitzen wird zur Flugstunde, ein Pferd kommt zum Tee und mitten im Sommer beginnt es zu schneien. Da ist sich die Chaos-Klasse einmal einig: Miss Braitwhistle ist einfach fabelhaft!

Hörbuch

CoverSabine Ludwig

Die fabelhafte Miss Braitwhistle

gelesen vonJens Wawrczeck
VerlagOetinger audio
Buch bestellen

Diese Lehrerin schickt der Himmel!
Wie bändigt man die berüchtigte 4a (A wie Albtraum)? Indem man Miss Braitwhistle heißt und den Unterricht kurzerhand auf den Kopf stellt.
Eine temporeiche Geschichte voller verrückter Einfälle, die mit ihren pfiffigen Wortspielereien sogar Lust auf Englisch macht. Wonderful!


schließen X
In aller Welt
schließen X
Leseprobe

Wir mussten uns alle hinstellen und „Der Kuckuck und der Esel“ singen. Als Kanon.
Wie immer haben die Mädchen angefangen. Und ich hab genau gehört, dass sie statt „der Esel“ „die Esel“ gesungen und uns dabei frech angegrinst haben.
Frau Klawitter hat nichts mitbekommen, denn sie hatte wieder ihr Hörgerät abgestellt. Sie dirigierte und wackelte dabei mit dem Kopf und sah sehr zufrieden aus, aber nicht lange.
Aki hat den Tafelschwamm genommen, ihn in den Eimer mit dem dreckigen Wasser getaucht und wollte Pauline den nassen Schwamm an den Kopf werfen. Aber die hat sich schnell geduckt und stattdessen hat Annalisa den Schwamm abgekriegt. Er hat sie nur an der Schulter getroffen und die war auch nur ein bisschen nass. Trotzdem hat sie angefangen zu heulen. „Frau Klawitter, Frau Klawitter, Aki hat mir den Schwamm an den Kopf geschmissen!“
Schwamm und Kopf reimen sich nicht und der ganze Kanon geriet natürlich durcheinander und jeder hat was anderes gesungen und trotzdem hat Frau Klawitter fröhlich weiter dirigiert. Da hat Annalisa den Schwamm genommen und ihn Aki hinten in den Kragen gesteckt. Na, der hat vielleicht geschrien! Mindestens so laut wie der Esel in dem Lied. Und genau in dem Moment ging die Tür auf und der Schulinspektor kam rein. Er musste unsere Klasse ja wirklich sehr mögen. Er hat sogar gelächelt, aber nur kurz, denn Aki hatte sich den Schwamm aus dem Kragen gezogen und wollte Annalisa das Gesicht damit waschen, aber der Schwamm flutschte ihm aus der Hand, rutschte über den Boden, der Inspektor trat drauf und ...
In Witzzeichnungen sieht man immer, wie jemand auf einer Bananenschale ausrutscht, dabei ist ein Schulschwamm viel besser. Vor allem, wenn er schon so richtig alt und glitschig ist von der ganzen Kreide und dem Wasser.
Der Inspektor lag jedenfalls auf dem Boden und das hat dann Frau Klawitter endlich auch gemerkt, sogar mit abgestelltem Hörgerät.
Sie ist zu ihm hin und hat versucht, ihn an den Armen hochzuziehen. Aber sie ist ja ziemlich dick und gerade, als sie den Inspektor schon halb aufrecht hatte, ging schon wieder die Tür auf, knallte dem Inspektor ins Kreuz, der rutschte der Länge nach auf den Boden und Frau Klawitter plumpste auf ihn drauf.
Dafür konnten wir ja nun wirklich nichts, aber vielleicht hätten wir nicht so laut lachen dürfen, doch es sah einfach zu komisch aus. Unser Direktor schien das nicht zu finden, er war es nämlich, der die Tür aufgerissen hatte.
„Herr Wühlisch, ich hab sie schon überall -“
Bestimmt wollte er „gesucht“ sagen, aber nun hatte er ihn ja gefunden. Und zwar unter Frau Klawitter.

Aus „Die fabelhafte Miss Braitwhistle“

schließen X