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Gerade ist mein neues Buch erschienen: 
„Pandora und der phänomenale Mr Philby“

Wie der Titel schon andeutet, spielt die Geschichte in England, um genau zu sein an der malerischen Küste von Cornwall.

Ich war letztes Jahr zum ersten Mal in Cornwall, und zwar in Boscastle, einem zauberhaften kleinen Ort in der Nähe von Tintagel, das ja ziemlich bekannt ist wegen der vermeintlichen Überreste von König Artus' Burg. Dort hat es mich nach einer Wanderung in ein Schlosshotel verschlagen, in dem die grauenvollsten Bilder hingen, die ich je gesehen habe. Der „Künstler“ lächelte von einem riesigen Foto an der Wand, er trug einen weißen Anzug und sah aus wie ein Heiratsschwindler. Ich hab dann ein wenig recherchiert und ziemlich schnell stand fest, dass ich ein Buch schreiben werde, in dem ein Mann vorkommt, der sich zur Tarnung seiner kriminellen Machenschaften als Künstler ausgibt. Vorbild für den Ort Port Arthur in meinem Buch ist eben jenes Boscastle, in dem es eine Fish and Chips-Bude gibt, einen kleinen Hafen und das angeblich weltgrößte Museum für Magie und Hexenwesen.

Diesen Ort habe ich mit Figuren bevölkert, die allein meiner Fantasie entstammen. Mit Pandora, die ihr Zuhause, das heruntergekommene Hotel Hawthorn Manor, nicht verlassen möchte, ihrem besten Freund Zack, der immer Hummeln unterm Hintern hat, Ashley, der ein kleiner Snob ist, aber wahnsinnig gut kochen kann, Aurelia Whitebread, die nicht nur das Hexenmuseum leitet, sondern auch aussieht wie eine Hexe, Fergus MacKenzie, dem traurigsten Bäcker jenseits von Schottland und all den anderen, die mir beim Schreiben ans Herz gewachsen sind.

Geschichten für Kinder schreibe ich nun seit 30 Jahren, aber etwas ist in diesem Buch neu. Ich habe nämlich nicht nur geschrieben, sondern auch gezeichnet. Die Kapitel­vignetten stammen von mir. Das war nicht geplant, denn eigentlich sollte Sabine Wilharm, die das Cover entworfen hat, und mit der ich schon viele wunderbare Bücher zusammen gemacht habe, die Vignetten zeichnen. Aber sie hatte keine Zeit, und da hab ich mich hingesetzt und einen Stift genommen ...

Ich weiß nicht, was mir mehr Spaß gemacht hat, das Schreiben oder das Zeichnen.